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Herzlich willkommen beim SKVg Pottenbrunn Laufen

Vorwort

Ich begrüße im Namen der SKVg Pottenbrunn Laufen alle Leser dieser Seite auf das Allerherzlichste.

Seit vielen Jahren ist unser Motto „Laufen bei Freunden“.

Ich möchte hier die Wichtigkeit von nicht kommerziell geführten Vereinigungen für den Einzelnen gerade in unserer Gesellschaft zum Ausdruck bringen.

Wir wollen jedem unserer Mitglieder eine persönliche Stütze in sportlicher und kultureller Weise sein. Unser Ziel, Gemeinschaften aus lauteren Interessen zu bilden und auch zu fördern, soll in weiterer Folge zur Erhaltung und Verbesserung unserer Lebensbedingungen ein klein wenig beitragen.

Wir sind eine kleine Gruppe von Menschen, die Persönlichkeit, Unabhängigkeit und Freundschaft gerne mit sportlichen Tätigkeiten wie Laufen und Nordic Walking verbinden.

Dort, wo Leistungsbereitschaft und Menschlichkeit ohne Widerspruch miteinander auskommen, sehen wir unser Vereinszuhause.

Solltest Du dich hier angesprochen fühlen, dann suche ein Gespräch mit uns oder trage selbst mit deiner Person zu einem guten Miteinander bei.

Dieter Gussenbauer
(Obmann der Sport und Kulturvereinigung Pottenbrunn Laufen)
Läuferporträt über Franz „Willi“ Zippenfenig (von Petra Daxböck)

Ich treffe mich mit Willi in seinem Haus in Pottenbrunn. Sichtlich stolz ist er, dass ich mein erstes Läuferporträt gerade mit ihm machen will. Aber das kann er auch sein, hat er doch unzählige Titel erlaufen. Aber alles der Reihe nach.
Franz Zippenfenig
Willi war, was das Laufen betrifft, ein „Spätberufener“. Seine erste sportliche Liebe galt dem Fußball. Nach seiner aktiven Zeit war er jahrelang Jugendtrainer in Pottenbrunn, wo er mit seinen Buben viermal den Meistertitel heimholte. „Ich erinnere mich gerne an die Zeit mit Willi zurück, er war ein super Trainer“, sagt Robert Nolz, einer seiner ehemaligen Schützlinge.

Und dann nach seiner Zeit als Jugendtrainer kam endlich das Laufen. Ungefähr 30 Jahre ist das jetzt her. Willi ist seither massenhaft Bewerbe gelaufen, hat unter anderem ca. 500 Pokale und 200 Medaillen gewonnen und ist viele Male Landes- und Staatsmeister geworden. Er hatte nie eine Lieblingsdistanz, er ist von der Sprintdistanz bis zum Marathon über 42,195 km alles gelaufen. Die letzten Jahre wurde aber immer mehr der Berglauf zu seiner Leidenschaft. „Warum?“ frage ich, die sich mit Berglaufen überhaupt nicht anfreunden kann, ungläubig. „Da geht alles ein bisschen langsamer und gemütlicher“ schwärmt Willi und seine Augen leuchten.

Von 2003 bis 2014 nahm Willi bei 2 Europa- und 10 (!) Weltmeisterschaften teil, unter anderem in Deutschland, Italien, Slowenien, Polen und Kroatien. Er darf sich außerdem Staatsmeister im Halbmarathon nennen, das hat er unglaubliche fünfmal geschafft. Beim Wachaumarathon, der 2017 sein 20-Jahre-Jubiläum feierte, ist er jedes Jahr mitgelaufen. Dort nahm er früher immer die Halbmarathonstrecke in Angriff, die letzten Jahre begnügt er sich mit der 10 km Distanz. „Wie viele Läufe hast du pro Jahr gemacht?“ will ich wissen. „So ca. 35-38 werden es gewesen sein“ kommt es wie aus der Pistole geschossen, ich rechne kurz nach und staune. Das sind weit über 1000 Läufe in all den Jahren.

„Ach ja noch was, ich war immer ein fauler Läufer im Training“ sagt Willi und lacht. Penibles Intervalltraining und sich von einer Pulsuhr zum Sklaven machen lassen hat ihn nie interessiert. „Das klingt für mich ein bisschen nach Naturtalent“ sage ich zu Willi. „Nein, das bin ich glaub ich nicht“ meint er eher bescheiden.

Willi steht auch immer bereit, wenn unser alljährlicher Alfred Vogel Gedenklauf am Programm steht. Beim Auf- und Abbau hilft er nach wie vor tatkräftig mit.

Zum Schluss will ich noch wissen, worauf er am meisten stolz ist. Willi überlegt nur kurz und schwärmt: „Auf meinen 4. Platz bei der Berglaufweltmeisterschaft in Bludenz (von 37 Teilnehmern in der M75) und auf den 4. Platz bei der Berglaufeuropameisterschaft (von 34 Teilnehmern in der M75). Und darauf, dass ich das Limit zur Meisterschaftsqualifikation immer locker geschafft habe“ und seine Augen beginnen wieder zu leuchten.

Willi wir wünschen dir, dass du noch lange deiner Laufleidenschaft nachgehen kannst und dass du noch viele Jahre so gesund und aktiv bleibst.

Mein Fazit: Laufen ist zwar keine Wunderpille, kann aber sicher dazu beitragen, sich im höheren Alter die Konstitution jüngerer Menschen zu bewahren. Willi ist für mich das lebende Beispiel dafür, denn seine 80 Lenze, die er im Mai 2017 feierte, sieht man ihm wirklich nicht an.



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